Raitenhaslach - Das älteste Zisterzienserkloster in Oberbayern Marienberg - Perle des Salzachtales
aus der Reihe: Das KBW vor Ort - Heimat 4.0

Raitenhaslach - Das älteste Zisterzienserkloster in Oberbayern Marienberg - Perle des Salzachtales

Dienstag, 20.11.2018, 10:00 Uhr
Kirche Raitenhaslach
Raitenhaslach 9
84489 Burghausen

Referent/en: Wolfgang Hopfgartner, Heimatpfleger , OStD i. R. Ludwig Ecker

Kursnummer: 16099

Anmeldestelleninformation:
Kath. Kreisbildungswerk e.V., Telefon 08631/3767-0

Kosten: 10.00 €


Um das Jahr 788 erscheint der Ortsname "Ratinhaselach"(Reich an Haselnüssen?) erstmalig in einem Salzburger Güterverzeichnis. 143/1146 wurde vom Mutterkloster "Salem vom Bodensee", in Raitenhaslach das erste Zisterzienserkloster auf Altbayerischen Boden gegründet. 1743/1746 erhielt die Kirche unter Abt Robert Pendtner die prunkvolle Barockausstattung. Es bestand bis zur allgemeinen Säkularisation 1803. Da die Klostergebäude für eine private Nutzung völlig überdimensioniert waren, stellten sich beim Verkauf durch die Beamten von Minister Mongelas, Schwierigkeiten ein. Nachdem nach längerer Suche und mehreren Preisnachlässen nur die lukrativen Teile des Kloster wie die Brauerei zu veräußern waren. Das immense Inventar wurde an die Meistbietenden verkauft. Der überaus wertvolle Buchbestand wurde zum Kilopreis an Altpapierhändler veräußert. 1982 begann die fünf Jahre dauernde Gesamtrestaurierung der Klosterkirche, die seit dieser Zeit im neuen Glanz schöner denn je erstrahlt. Das Kloster befindet sich seit dem Jahre 2004 im Besitz der Stadt Burghausen. Im Sommer 2016 bezog die TU-München mit ihrem Akademiezentrum für Wissenschaft, Forschung und Lehre den Prälaten Stock. Als die Zisterzienser von Schützing ihr Kloster 1203 nach Raitenhaslach verlegten, gab es eine "Capella" zu Marienberg. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche umgebaut, erweitert oder - wie zuletzt 1760 - neu errichtet. Fürst Erzbischof Sigismund von Salzburg weihte am 1. Mai 1765 die Kirche ein. 1806 wurde der Pfarrsitz von Marienberg nach Raitenhaslach verlegt. Diese neuerbaute, schöne Rokokokirche auf dem Marienberg wurde geschlossen und zum Abbruch freigegeben. Der lange "Kampf um Marienberg" begann als die Marienberger Bauern gegen den vom Landrichter "Franz von Armansperg" angeordneten Abriss protestierten. Einige von den "Widerständlern" wurden in Salzburg eingesperrt. An den bayerischen Kronprinzen Ludwig I wurde ein Bittschreiben gerichtet, mit Erfolg, denn am 29. August 1811 wurde wieder ein Gottesdienst abgehalten. Auch das Gnadenbild kam am 15. Januar 1815 von Raitenhaslach nach Marienberg zurück. Weitere interessante und vertiefende Informationen erhalten Sie sehr gerne vom Heimatpfleger Wolfgang Hopfgartner.

Kooperation
Kath. Kreisbildungswerk Mühldorf e.V.

Termine
Di, 20.11.2018, 10:00-16:00 Uhr